Die Idee!

Natürlich gibt es Kreativunternehmen, die viele Mitarbeiter beschäftigen, weltweit aktiv sind und schlichtweg erfolgreich sind. Und das ist auch gut so.

Die Regel ist aber, dass Kreativunternehmen aus wenigen oder sogar nur einem Mitarbeiter bestehen und mit einer überschaubaren Projektmenge durchaus erfolgreich sind. Dennoch sind diese kreativen Nusschalen auf einem Wirtschaftsozean den entsprechenden Wellengängen stärker ausgeliefert. Ein Wahnsinnsbild – das es uns erlaubt, das Thema auch grafisch mit Nüssen, Nüsschen oder sogar peanuts umzusetzen. Nun denn: Viele Schalen ergeben gemeinsam ein größeres Boot. Gerne auch am Niederrhein. Daher hat sich im Kreis Wesel bereits vor einigen Jahren das Kreativnetzwerk gegründet, in dem sich Unternehmen einer bunten Szene treffen, austauschen und miteinander die Welt bewegen. Oder eine Nussschale. Und je größer ein solches Schiff wird, umso besser. Also fühlen Sie sich aufgerufen, mit an Bord zu kommen.

Nicht nur Stephen Hawking steckt das ganze Universum in eine Nussschale, und der in gewisser Weise vergleichbare Käpt´n Blaubär startet darin sogar eines seiner zahlreichen Leben. Die Nussschale darf also gut und gerne als (noch nicht gänzlich überstrapazierte) Metapher herhalten.

Wen spricht das Kreativnetzwerk an?

Kreative Berufe findet man an 1.000 Stellen:

Natürlich sind Grafiker, Filmemacher, Redakteure, Bildhauer, Maler, Tänzer und Sänger ausgewiesene Künstler und damit auch Teil der sogenannten elf Teilmärkte der Kultur- und Kreativwirtschaft. Und ihre Tätigkeit ist zu Recht eine kreative.

Kreativ sind aber auch Floristen, Ingenieure, Programmierer, Architekten, Gastronomen… Nun, gewiss nicht alle Gastronomen sind besonders kreativ – aber es gibt sie. Die Ideenreichen, die Herkömmliches immer wieder neu bespielen. Auch ein Maler und Lackierer kann sehr wohl der Kreativszene zugeordnet werden, wenn er die Wand nicht nur alphinaweiß streicht, sondern seinen Kunden vielleicht auch mal afrikanische Lehmfarben in einer überraschenden Farbkombi empfiehlt. Die Beispiele sind unendlich. Wiederfinden muss sich hier jeder selbst.

Was macht das Kreativnetzwerk?

Das Kreativnetzwerk trifft sich an wechselnden Orten im Kreis Wesel.

Üblicherweise geht es nach einem monothematischen Einstieg zu einem Kreativthema dann in den geselligen Teil über, und der will eben nichts anderes als vernetzen. Hier lernen sich Akteure in einem spannenden Umfeld kennen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass sich bereits zahlreiche Unternehmen verknüpfen und außerhalb der Netzwerkwelt – ganz klassisch – miteinander ins Geschäft kamen, sich unterstützen oder einfach nur austauschten.

Netzwerke können keine Versprechen abgeben, aber sie sind eine tolle Basis für mehr.

Gibt es No-Goes?

Nun, die Ausnahme wäre eine Berufsausübung, die so rein gar nichts überraschendes vorweisen kann. Aber was heißt das schon?

Die Erfahrung zeigt, dass der Kreative hier manchmal einen zu kritischen Blick auf die eigene Leistung hat, die er/sie oftmals farbloser darstellt, als sie eigentlich ist. Genau deshalb öffnet sich das Kreativnetzwerk für nahezu alle Branchen und reglementiert – im Umkehrschluss – zunächst keine.

Ein System, dass sich letztlich selbst reguliert, denn wer seinen Job streng nach dem Motto umsetzt „Das haben wir schon immer so gemacht!“, wird früher oder später von sich aus dem Kreativnetz den Rücken kehren.